Sulfate, Silikone & Co.: Was wirklich in dein Shampoo gehört
SLS, SLES, Dimethicone, Parabene – die Inhaltsstoffliste auf der Shampoo-Flasche liest sich wie ein Chemielabor. Wir erklären sachlich, was hinter den Begriffen steckt, wer wirklich aufpassen sollte – und welches Shampoo zu deinem Haartyp passt.
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Kompakt erklärt: Was Sulfate, Silikone und Parabene mit deinem Haar machen – und wie du das richtige Shampoo findest.
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Fast jeder greift mehrmals die Woche zum Shampoo – aber kaum jemand schaut genau hin, was darin steckt. Sulfate, Silikone, Parabene: Diese Begriffe begegnen uns überall, werden heiß diskutiert und oft missverstanden. Hier bekommst du eine sachliche, fachlich fundierte Einordnung – ohne Panikmache, ohne Werbung.
Warum Shampoo überhaupt Tenside braucht
Wasser allein kann Fett nicht lösen. Das ist Physik: Wasser und Öl mischen sich nicht. Damit ein Shampoo Talgablagerungen, Stylingprodukte und Schmutz wirklich entfernt, braucht es Tenside – das sind Reinigungswirkstoffe, die zwischen Fett und Wasser vermitteln. Ohne Tenside kein Schaum, keine gründliche Reinigung.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob ein Shampoo Tenside enthält – sondern welche und in welcher Stärke. Denn hier unterscheiden sich Produkte erheblich: von sehr aggressiv bis sehr mild.
Tenside reinigen – sie lösen Fett und Schmutz aus dem Haar und ermöglichen das Ausspülen mit Wasser. Starke Tenside reinigen intensiver, können aber auch die natürlichen Schutzöle des Haares mit entfernen. Milde Tenside schonen Kopfhaut und Haarstruktur, besonders bei empfindlichem oder coloriertem Haar.
Sulfate: Was sie leisten – und für wen sie zum Problem werden
Sulfate sind eine Untergruppe der Tenside und verantwortlich für den dichten Schaum, den wir aus klassischen Shampoos kennen. Die bekanntesten Vertreter sind Sodium Lauryl Sulfate (SLS), Sodium Laureth Sulfate (SLES) und Ammonium Lauryl Sulfate (ALS).
Sodium Lauryl Sulfate (SLS)
Reinigt sehr intensiv und schäumt stark. Entfernt auch hartnäckige Rückstände. Kann bei regelmäßiger Anwendung die Kopfhaut reizen, die Haarstruktur angreifen und bei empfindlicher Haut zu Trockenheit oder Spannungsgefühl führen.
Sodium Laureth Sulfate (SLES)
Ebenfalls stark reinigend, aber durch eine chemische Modifikation etwas sanfter als SLS. Gut verträglich für die meisten Haartypen – bei trockener oder sensibler Kopfhaut kann es dennoch zu stark entfetten.
Sulfate in der INCI-Liste erkennen
Auf der Inhaltsstoffliste (INCI) sind Sulfate an den Endungen „Sulfate" erkennbar. Beispiele: Sodium Lauryl Sulfate, Sodium Laureth Sulfate, Ammonium Lauryl Sulfate.
Wichtig: Sulfate sind in regulären Konzentrationen nicht krebserregend. Dieser Mythos wurde mehrfach wissenschaftlich widerlegt. Trotzdem können sie bei bestimmten Haartypen problematisch sein.
- Trockenes, sprödes oder sehr feines Haar
- Empfindliche oder gereizte Kopfhaut
- Coloriertes, gebleichtes oder chemisch behandeltes Haar
- Locken, die leicht austrocknen
Silikone: Der glatte Film – angenehm, aber nicht immer hilfreich
Silikone sind synthetische Polymere, die in der Haarpflege vor allem eines leisten: Sie legen sich wie ein Schutzfilm um das Haar und sorgen für sofort spürbaren Glanz, Geschmeidigkeit und weniger Frizz. Das Ergebnis ist oft beeindruckend – doch der Effekt hat seine Tücken.
Das eigentliche Problem entsteht durch Ablagerungen: Bei jedem Waschen wird eine neue Silikonschicht aufgetragen. Wasserlösliche Silikone lassen sich mit milden Shampoos gut ausspülen. Wasserunlösliche Silikone dagegen lagern sich ab, machen das Haar mit der Zeit schwer und stumpf und erschweren es, Feuchtigkeit und Pflege wirklich ins Haar einzubringen.
Auf die Endungen „-cone", „-con" oder „-xane" achten. Beispiele: Dimethicone, Cyclomethicone, Amodimethicone, Polysiloxane. Silikone mit „PEG" vor dem Namen sind meist wasserlöslich und einfacher auszuspülen.
Was Silikone gut machen
Sofortiger Glanz- und Geschmeidigkeitseffekt. Schutz vor Reibung und leichtem Hitzestress. Gute Kämmbarkeit, weniger Frizz.
Was Silikone schwierig macht
Ablagerungen durch wasserunlösliche Silikone über Zeit. Haar wirkt schwerer, Pflege dringt schlechter ein. Trockenes Haar fühlt sich gepflegt an, ist es aber nicht unbedingt.
Für wen silikonfreie Pflege sinnvoll ist
Bei coloriertem Haar, das Farbtiefe behalten soll. Bei Locken, die echte Feuchtigkeit statt Filmschutz brauchen. Bei Haar, das nach Jahren mit Silikonprodukten „müde" wirkt.
Parabene: Konservierung – nötig, aber nicht unumstritten
Parabene sind Konservierungsstoffe, die in Kosmetikprodukten eingesetzt werden, um das Wachstum von Bakterien und Schimmel zu verhindern. Sie verlängern die Haltbarkeit von Pflegeprodukten und gelten in den in der EU zulässigen Konzentrationen als sicher.
Trotzdem verzichten viele hochwertige Marken heute auf Parabene – entweder aus Vorsicht oder weil alternative, pflanzliche Konservierungsmittel für Haut und Haar als sanfter gelten. Für Menschen mit sehr empfindlicher Kopfhaut kann ein parabenfreies Produkt eine sinnvolle Wahl sein.
Auf Begriffe mit der Endung „-paraben" achten: Methylparaben, Propylparaben, Butylparaben. Parabenfreie Produkte sind meist entsprechend gekennzeichnet.
Was wirklich in ein gutes Shampoo gehört
Ein hochwertiges Shampoo braucht keine aggressive Reinigung – es braucht die richtige Balance aus schonender Reinigung und gezielter Pflege. Gute Shampoos setzen auf milde Tenside, natürliche Wirkstoffe und eine Formulierung, die zum Haartyp passt.
- Milde Tenside (z.B. Coco Glucoside, Sodium Cocoyl Isethionate): reinigen sanft ohne auszutrocknen
- Aminosäuren und Proteine (z.B. Keratin, Seidenproteine): stärken die Haarstruktur von innen
- Pflanzliche Öle (z.B. Jojoba, Argan, Macadamia): spenden Feuchtigkeit, ohne schwer zu machen
- Panthenol (Pro-Vitamin B5): verbessert Elastizität und Kämmbarkeit
- Pflanzenextrakte (z.B. Aloe Vera, Grüner Tee, Kamille): beruhigen Kopfhaut, spenden Feuchtigkeit
- Zink und Salicylsäure: regulieren Talgproduktion, wirken bei empfindlicher oder schuppiger Kopfhaut
Die KEV-Pflegereihe: Das richtige Shampoo für jeden Haartyp
Die KEV-Pflegereihe wurde entwickelt, um genau das umzusetzen: Reinigung und Pflege, abgestimmt auf unterschiedliche Haarbedürfnisse. Alle Produkte sind vegan und dermatologisch getestet. Kein Überfluss, keine leeren Versprechen – sondern eine klare Formulierung für das, was dein Haar wirklich braucht.
KEV 01 Hydro Vitamin Shampoo
Mit Aloe Vera und Meeresalgen-Extrakt: spendet intensiv Feuchtigkeit, stärkt die Haarstruktur und gibt trockenem Haar wieder Geschmeidigkeit und Spannkraft.
KEV 02 Volume Energy Shampoo
Speziell für feines Haar, das schnell schlapp wirkt: verleiht sofortige Fülle und Volumen ohne zu beschweren – genau das richtige Verhältnis aus Reinigung und leichter Pflege.
KEV 03 Color Regain Shampoo
Schützt gefärbtes Haar vor Farbverlust, pflegt schonend und verleiht intensiven Glanz. Ideal für alle, die ihre Haarfarbe länger lebendig und satt halten möchten.
KEV 04 Derma Regulate Shampoo
Mit Salicylsäure und Zink: löst abgestorbene Hautzellen, reguliert die Talgproduktion und pflegt eine gereizte oder schuppige Kopfhaut zuverlässig und sanft.
KEV 06 Active Refresh Shampoo
Mit Grüntee-Extrakt und Koffein: tiefenreinigend und belebend, auch für häufige Anwendung geeignet. Gibt der Kopfhaut einen frischen Start – ohne auszutrocknen.
Für sehr trockene, spröde Enden oder nach intensiver chemischer Behandlung ergänzt das KEV 05 Nutri Oil Elixir jedes Shampoo ideal: kaltgepresstes Jojoba- und Macadamia-Öl, das Längen und Spitzen gezielt nährt.
Welches Shampoo passt zu dir? Ein kurzer Überblick
Die perfekte Wahl hängt von deinem Haartyp, der Kopfhautsituation und deiner Routine ab. Diese Übersicht hilft dir, schnell zu erkennen, welche Formulierung am besten zu dir passt.
Normales Haar ohne besondere Probleme: Ein mildes Alltagsshampoo reicht vollkommen aus. Achte auf milde Tenside und keine unnötigen Ablagerungsstoffe.
Trockenes oder behandeltes Haar: Sulfatfreie Shampoos schonen die Haarstruktur. Feuchtigkeit durch Aloe Vera, Panthenol oder Pflanzenöle ist wichtiger als intensive Reinigung.
Feines, kraftloses Haar: Leichte Formulierung ohne schwere Öle oder Silikone. Volumen entsteht durch schonende Reinigung – nicht durch auftragene Masse.
Empfindliche oder schuppige Kopfhaut: Milde, beruhigende Inhaltsstoffe wie Zink, Salicylsäure oder Pflanzenextrakte. Kein aggressives SLS.
Häufige Fragen – kurz beantwortet
Nicht grundsätzlich. Sulfate sind in den verwendeten Konzentrationen als sicher eingestuft und nicht krebserregend – dieser Mythos wurde widerlegt. Für Menschen mit trockener, empfindlicher oder colorierter Haarsituation können sie jedoch zu intensiv reinigen und Trockenheit begünstigen.
Nicht zwingend. Wasserlösliche Silikone lassen sich gut ausspülen und hinterlassen kaum Ablagerungen. Problematisch werden vor allem wasserunlösliche Silikone bei dauerhafter Anwendung – besonders für Locken oder coloriertes Haar.
Schau auf die INCI-Liste: Die ersten fünf Inhaltsstoffe machen den größten Anteil aus. Milde Tenside wie Coco Glucoside oder Sodium Cocoyl Isethionate, dazu pflegende Wirkstoffe wie Panthenol oder Pflanzenextrakte sind ein gutes Zeichen. Lange Listen mit schwer aussprechbaren Stoffen allein sagen wenig – entscheidend ist, was wirklich drin ist.
Regelmäßiger Wechsel ist nicht nötig, wenn das Produkt zum Haartyp passt. Wenn das Haar auf einmal stumpf oder schwer wirkt, kann ein temporäres Tiefenreinigungsshampoo helfen, Ablagerungen von Produkten zu entfernen – danach einfach wieder zur gewohnten Routine zurück.
Fazit: Nicht alles, was klingt wie ein Problem, ist eines
Sulfate, Silikone, Parabene – diese Begriffe klingen bedrohlicher als sie sind. Entscheidend ist nicht, ob ein Inhaltsstoff in einer Liste auftaucht, sondern ob das Produkt zu deinem Haar und deiner Kopfhaut passt. Ein Shampoo, das dein Haar nach dem Waschen geschmeidig, leicht und gepflegt zurücklässt, ist das richtige – unabhängig davon, welche Buzzwords das Marketing gerade nutzt.
Wenn du unsicher bist, welche Pflege für dich und dein Haar sinnvoll ist, lass dich beraten. Im Salon zeigen wir dir genau, was dein Haar braucht – und was nicht.
Nicht sicher, welches Shampoo zu deinem Haar passt?
Wir schauen gemeinsam auf deinen Haartyp, deine Kopfhautsituation und deine bisherige Routine – und empfehlen dir genau das, was wirklich hilft.
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